Japaner und Ausländer

Gaijins
Da die Japaner schon seit zwei Jahrtausenden fast isoliert von anderen Nationen auf ihren Inseln leben, ist bei ihnen ein viel stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden als bei jeder anderen Nation. Verstärkt wurde dieser Gedanke besonders in den 1940er Jahren, während des 2ten Weltkrieges.

Gast in Japan zu sein ist ein äußerst angenehmer Zustand. Es wird so gut es geht versucht dem Gast zu helfen sich in der "fremden Welt" zurecht zu finden und auch kleine kulturelle Unterschiede und Missverständnisse werden gerne übersehen. In den Augen der Japaner kann ein Ausländer nicht ihre Sprache und versteht sie demnach auch nicht, weder ihre Gesellschaft noch das was sie sagen. Spricht ein Ausländer nun jedoch fließend japanisch so wird dies meist als skuril empfunden. Denn es ist doch für Ausländer unmöglich einen Japaner zu verstehen – so ein weit verbreitetes Klischee. Wenn es mal nicht so ist, verunsichert es die meisten Japaner.

Besonders schwer hat man es, wenn man als Student oder aus Gründen der Arbeit in Japan lebt und japanisch spricht. Man bekommt leicht den Status des Eindringlings und es kann sogar sein, dass einem weniger Höflichkeit und Zuvorkommenheit zu Teil wird.

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Japaner und Ausländer
Da die Japaner schon seit zwei Jahrtausenden fast isoliert von anderen Nationen auf ihren Inseln leben, ist bei ihnen ein viel stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden als bei jeder anderen Nation. Verstärkt wurde dieser Gedanke besonders in den 1940er Jahren, während des 2ten Weltkrieges. Gast in Japan zu sein ist ein äußerst angenehmer Zustand. Es wird so gut es geht versucht dem Gast zu helfen sich in der "fremden Welt" zurecht zu finden und auch kleine kulturelle Unterschiede und Missverständnisse werden gerne übersehen. In den Augen der Japaner kann ein Ausländer nicht ihre Sprache und versteht sie demnach auch nicht, weder ihre Gesellschaft noch das was sie sagen. Spricht ein Ausländer nun jedoch fließend japanisch so wird dies meist als skuril empfunden. Denn es ist doch für Ausländer unmöglich einen Japaner zu verstehen – so ein weit verbreitetes Klischee. Wenn es mal nicht so ist, verunsichert es die meisten Japaner. Besonders schwer hat man es, wenn man als Student oder aus Gründen der Arbeit in Japan lebt und japanisch spricht. Man bekommt leicht den Status des Eindringlings und es kann sogar sein, dass einem weniger Höflichkeit und Zuvorkommenheit zu Teil wird.

Ausländische Minderheiten in Japan
Es leben ca. 127 Mio. Menschen auf der Inselkette. Darunter gibt es verschiedene Bevölkerungsgruppen bzw. Minderheiten. Die zahlenmäßig größte Minderheit Japans sind die etwa 650.000 koreanischstämmigen Japaner, die seit Generationen in Japan leben. Sie besitzen größtenteils nicht die japanische Staatsangehörigkeit. Dazu kommt die Bevölkerung der Ryūkyū-Inseln, die historisch ein eigenständiges Reich bildet mit eigener Kultur und Sprache. Des Weiteren gibt es noch die Ainu auf der nördlichen Insel Hokkaidō (Japans Ureinwohner mit eigener aber aussterbender Sprache), japanischstämmige Südamerikaner (meist Brasilianer) und Gastarbeiter aus dem arabischen, indischen und südostasiatischen Raum. Japan hat eine Ausländerrate von lediglich 1,2%, was auch an den strengen Einbürgerungsvorlagen (fester Job, Sprachtests etc.) liegen mag. Es leben ca. 337.000 Deutsche in Japan.

Verhältnis zu den Koreanern
Unter Ausländerfeindlichkeit leiden vor allem Koreaner. 1910 kamen zwei Millionen Koreaner als Zwangsarbeiter nach Japan. Dort arbeiteten sie u.a. unter menschenunwürdigen Bedingungen in Kohlebergwerken. Im zweiten Weltkrieg wurden sie oft in der Rüstungsindustrie eingesetzt. Nach dem Korea Krieg in den 50er Jahren wurden die in Japan lebenden Koreaner in zwei Gruppen gespalten, die Sympathisanten Nord- oder Südkoreas. Viele gingen zurück nach Korea, aber viele blieben auch. Es leben heute immer noch ca. 600.000 Koreaner in Japan. Viele von ihnen besitzen keine Staatsbürgerschaft und auch keinen Zugang zu sozialen Leistungen. Ein Großteil der japanischen Koreaner lebt in Ghettos wie z.B. dem im Osten Osakas gelegenen Stadtteil Ikuno. Sie werden durch einen Stempel in ihren Personalsausweisen als Koreaner ausgewiesen. Im Gegensatz zu den Japanern müssen sie diesen immer bei sich tragen. Sie haben es auch schwer in japanischen Firmen angestellt zu werden. Die Chance eine gute Ausbildung, Krankenversorgung und Arbeitsplatz zu bekommen ist gering. Daher sind sie sehr anfällig für Yakuza oder die nord- und südkoreanische Kampforganisationen Mindan und Soren, die Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser u.a. bieten. Die Koreaner dürfen sich als Gegenleistung nicht der japanischen Gesellschaft anpassen und müssen die Koinder, eine koreanische Schuluniformen tragen. Selbst die Koreaner, die keine koreanischen Bezüge mehr haben, eine Familie in Japan haben und nicht wissen von wo ihre Vorfahren kamen, müssen sie sich entscheiden ob die Nord- oder Südkoreaner sind.

Der starke Yen hat seit den 80er Jahren viele Gastarbeiter nach Japan gelockt. Vor allem aus den Philippinen, China, Pakistan, Bangladesh und Iran, die harte, gefährliche oder schmutzige Arbeiten (in Japan auch die "3K's" genannt; kitsui, kiken, kitanai) verrichten. Aus Thailand, den Philippinen und China kommen auch viele Arbeiter, die im Sex-Business tätig werden. Einige Japaner sehen in diesen Gastarbeitern sogar eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit.

 
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