Reisebericht: Tokio März 2009

Reisebericht: Tokio März 2009
Dieses Jahr buchten wir unseren Flug recht spontan. Beim Surfen im Internet bemerkten wir ein günstiges Angebot von Air France für 650€ pro Person von Düsseldorf über Paris bis hin zum Narita Flughafen in Tokio. Wir bekamen auch direkt ein Doppelzimmer in unserem Lieblingshotel, dem Toyoko Inn in Ikebukuro. Eigentlich war alles perfekt. Leider vergaßen wir jedoch rechtzeitig nach der Gültigkeit unserer Reisepässe zu schauen und so bemerkten wir erst eine Woche vor Abflug, dass ein Reisepass schon seit längerer Zeit abgelaufen war. Nach einem Telefonat mit der japanischen Botschaft in Berlin bekamen wir heraus, dass man auch mit einem vorläufigen Reisepass ohne Probleme in Japan einreisen kann. Wir entschieden uns jedoch dafür einen richtigen Reisepass per Express (wird innerhalb von 3 Werktagen ausgestellt) zu bestellen -> Kosten 91€ :(.



Unser Flug war super. Der Flieger startete pünktlich von Düsseldorf und auch in Paris kamen wir pünktlich an. Wir konnten direkt in unseren Anschlussflug nach Tokio einsteigen und flogen weiter. Wieder alles perfekt, wenn ich so an unsere Tokio Reise vor etwas über einem Jahr denke. Ok, manchmal kam uns der Pilot so vor als wäre er betrunken, aber wir starteten und landeten sicher und die fast 12 Stunden Flugzeit vergingen dank gutem Entertainmentprogramm im Flugzeug schnell. Das war die Hauptsache :).





Wir kamen morgens um kurz vor 10:00 Uhr in Tokio an. Nach der einstündigen Fahrt mit dem Keisei Limited Express nach Ueno und der Weiterfahrt mit der Yamanote Line von Ueno nach Ikebukuro, verlief auch unser Check-in im Hotel problemlos. Da wir noch den ganzen Tag vor uns hatten und erst um 16:00 Uhr unser Hotelzimmer beziehen konnten, fuhren wir zurück nach Ueno und genossen dort bei 17°C den blauen Himmel und den strahlenden Sonnenschein. Wir konnten sogar schon ein bischen Hanami machen. Denn ca. 10 der über 2000 Kirschbäume im Ueno Park blühten schon xD Nachdem wir uns die Tempelanlagen des Parks angesehen hatten, beschlossen wir den 10 Minütigen Fußweg nach Akihabara auf uns zu nehmen um dort schonmal Angebot und Preise der Videospiele abzuchecken.

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In den folgenden Tagen absolvierten wir unser Tokio-Pflichtprogramm und fuhren neben unseren fast täglichen Aufenthalten in Akihabara noch abends zum Tokio Tower, besuchten mit Freunden schrullige kleine japanische und englische Kneipen und Lokale, gingen zur Ginza und ins Tokyo International Forum, zum Kaiserpalast, ins Sunshine 60 Bldg., den Meiji Schrein, Yoyogi Park, in die Tokyo Dome City und nach Joypolis in Odaiba.





Unsere absoluten Highlights waren dieses Jahr der Meiji Shrine und ein Tagesausflug ins zwei Stunden entfernte Nikko. Im Meiji Shrine fanden bei strahlendem Sonnenschein zahlreiche shintoistische Hochzeiten statt und auch Taufen wurden auf dem Gelände abgehalten.








Den Nikko Nationalpark besuchten wir dieses Jahr zum ersten Mal. Dort sahen wir uns den Toshogu Shrine an, die am prunkvollsten gestaltete Tempelanlage Japans und zugleich das Mausoleum von Tokugawa Ieyasu, dem Gründer des Tokugawa Shogunats.





Auch die Anlage des Rinnoji Taiyuin Tempels besichtigten wir in Nikko.

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Und auch das Nachtleben in Roppongi, dem Partyviertel beäugten wir zum ersten Mal richtig. Ich denke wenn man Tokio mag und sich für die Stadt interessiert, sollte man diese Ecke Tokios auf jeden Fall einmal gesehen haben. Wenn ihr jedoch keine Party-Gänger seid, werdet ihr dort nichts positives finden. In Roppongi wird - bedingt durch die vielen Ausländer die sich dort aufhalten - auf der Straße Englisch gesprochen. Vor jedem Geschäft steht jemand und wird versuchen euch in das Geschäft zu locken. Lasst euch bloß nicht in Gespräche verwickeln und sagt im Vorbeigehen, dass ihr keine Zeit habt. Das die euch nicht am Ärmel packen und in das Geschäft ziehen ist alles.



Unseren letzten Tag in Tokio ließen wir durch einen ausgiebigen Shopping-Tag in Akihabara ausklingen. Diesmal versuchten wir uns jedoch ein bischen zusammenzureißen :D

Im Hotel angekommen bekammen wir eine E-Mail von Air France die uns mitteilten, dass unser Aschlussflug in Paris gestrichen wurde und wir einen späteren Flug zugeteilt bekommen hatten. Ok, damit können wir leben ... dachten wir zumindest...

...es wäre auch einfach alles zu perfekt gewesen. Als wir planmäßig in Paris landeten, führten wir uns nochmal vor Augen, dass wir nun mehr als 4 Stunden auf dem Flughafen mit Warten verbringen durften - ganze 3 Stunden mehr als geplant. Als wir später zu unserem Gate gingen, erfuhren wird dort, dass das Flugzeug noch unterwegs sei und es noch ca. 30 Minuten brauchen würde. Ok, das mussten wir dann so hinnehmen. Nach einer halben Stunde erfuhren wir dann, dass der Flieger immer noch nicht da sei, er aber in ca. 10 Minuten landen würde... jedoch müssten wir zu einem anderen Gate. Am anderen Gate teilte man uns dann mit, dass wir wieder zurück zu unserem ursprünglichen Gate gehen mussten. Nach vielem Hin- und Her saßen wir ca. eine Stunde später im Flieger und hoben nach 45 Minuten erneuter Warterei auf der Landebahn ab. Was tut man nicht alles um Geld zu sparen...

 
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